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| RAPSOUL Die Geschichte einer Band - Das magische dritte Album oder back to the roots. Als Jan und Steve irgendwann in den 90ern in Frankfurt Rödelheim ihre Crew „Dreckskind und Pechvogel“ gründeten, konnten sie nicht ahnen, dass dies der Grundstein für eines der erfolgreichsten Hip-Hop/R’n’B-Projekte in Deutschland sein würde. Als CJ Taylor aus Aschaffenburg irgendwann Ende der 90er Jahre in einem Frankfurter Plattenladen einen Tonträger jener Crew entdeckte und Kontakt mit den Jungs aufnahm, konnte er noch nicht wissen, dass dieser eine Telefonanruf sein Leben verändern würde und er auf dem Weg war, ein richtiger Popstar zu werden. Als Steve, Jan und CJ nach der ersten vielversprechenden Aufnahme beschlossen, auch weiterhin zusammen zu arbeiten und eine Band zu gründen, konnte keiner der Drei wissen, dass es sich um eines der erfolgreichsten Projekte der deutschen Rap- und Soulgeschichte handeln würde. Als Rapsoul dann die ersten 25 Songs im Kasten hatten, einfach so, so quasi im Handumdrehen, da vielleicht ahnten sie zum ersten Mal, dass sich hier drei Ausnahmekünstler gefunden hatten, die sich zu den kreativsten Songschreibern der deutschen Black-Music-Welt entwickeln würden. Heute nach über 120.000 verkauften Alben und über 250.000 verkauften Singles ist aus der bloßen Ahnung Gewissheit geworden. Nach zwei erfolgreichen Headliner-Tourneen mit eigener Live-Band in 40 ausverkauften Hallen, nach Videodrehs in Barcelona und New York, ECHO-, EinsliveKrone- und COMET-Nominierungen, nach Autogrammstunden, Bundesvision Songcontest und zahlreichen persönlichen Sternstunden haben sich Hoffnungen erfüllt und Träume sind wahr geworden. Rapsoul sind Pop. Rapsoul sind Stars und vor allem: Rapsoul ist tatsächlich die Band geworden, die sie damals versprochen haben zu werden. Denn wie es so ist im Leben, alles hat seine zwei Seiten. Nach der langen Durststrecke zu Beginn, der schnelle Erfolg. Nach dem schnellen Erfolg, der Beweis, dass man es auch beim zweiten Mal schaffen kann. Nach dem Beweis, die Etablierung auf hohem Niveau. Was kommt, nachdem der Held mit der Schönen in den Sonnenuntergang reitet? Was kommt nach dem Happy End? Was kommt, nachdem man sich für ein paar Monate wie „Der König der Welt“ gefühlt hat? Was kommt, nachdem man die Scheinwerfer und den Schampus genossen hat? Was kommt dann? Rapsoul ist gewachsen. Die letzten anderthalb Jahre seit ihrem zweiten Album „Achterbahn“ waren so etwas wie der Prüfstein für die Gruppe. Nachdem sie mit ihrem ersten Album und vor allem mit den Singles „Verzweifelt“, „Gott schenk ihr Flügel“, „Du und ich“ und „Sonnenschein“ durch die Decke gegangen sind, müssen sie beim zweiten Album beweisen, dass der erste Erfolg kein Zufallstreffer war. Der Erfolg gelingt. „Achterbahn“ chartet auf Platz 11 der deutschen LP Charts und die Single „Erste Liebe“ steigt auf 14 ein. Rapsoul erfinden sich mit Tracks wie „Laura“ und „König der Welt“ neu und berichten auf lustige und unbeschwerte Art vom schnellen Leben als Musiker. Doch wenn man die ganze Zeit Vollgas fährt, dann muss man zwischendurch auch mal wieder auftanken. Zwischen den schnellen enthusiastischen Momenten der Oberflächlichkeit mischen sich nun immer öfter wieder Momente der Melancholie. Momente, in denen die drei Musiker beginnen, über ihr Leben nachzudenken, sich selbst zu reflektieren, sich und ihre Künstlerpersönlichkeiten unter die Lupe zu nehmen. Was machen wir hier eigentlich? Weswegen haben wir angefangen? Was ist uns wirklich wichtig? Rapsoul besinnen sich auf sich selbst. Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, dass CJ Taylor für mehrere Monate wegen Stimmbandproblemen außer Gefecht gesetzt war. Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, dass im Zuge der großen Neuordnung des Musikgeschäfts ihr Label Gun Records die Pforten schließen musste und der Mutterkonzern Sony plötzlich die Musik nicht mehr fühlen wollte oder konnte. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass Steve, Jan und CJ nach all der Zeit an der Oberfläche wieder zurück zu sich selber finden wollten. Zurück zum Rap. Zurück zur Seele und auch zurück zu einer gewissen Art von Normalität, die man als Prominenter vielleicht auch ganz gerne mal vermissen kann. Selbst wenn dies auf Unverständnis bei den Fans stößt: „Warum sitzt Du in der S-Bahn, hab gedacht du bist ein Star“ („Sie wissen nicht, wie es ist“). Dieser Weg war nicht immer einfach. Zahlreiche Diskussionen und durchgequatschte Nächte pflastern diesen Weg. Aber dieser Weg war wichtig. Wichtig für die künstlerische Entwicklung und wichtig für die Band an sich. Wichtig für Rapsoul und die Freundschaft, auch wenn dieses Thema auf dem Album eher in einem ganz anderen Zusammenhang auftaucht. Im Song „Bester Freund“ könnte man zwar meinen, dass es tatsächlich um den besten Kumpel geht, in Wahrheit beschreiben sie aber das Verhältnis zu jenem Stoff, der in dieser Gesellschaft nur allzu gern als Sorgentröster und Abschussmittel eingenommen wird. Folgerichtig heißt es dann auch zur trügerischen Geborgenheit des Alkoholkonsums: „Weil ich nicht fliegen kann, flieg ich mit Dir auf die Schnauze.“ Und so begegnen uns heute mit Steve, Jan und CJ drei gereifte Persönlichkeiten, die mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen stehen. Mit einem realistischen Blick auf die Branche und die ganze Scheinwelt der Unterhaltungsindustrie und trotzdem noch genug Liebe im Herzen für die Musik. Rapsoul wissen wie Ruhm schmeckt. Sie wissen, wie sich Erfolg anfühlt und die Lichter am Horizont in der seidenweichen Nacht, wie sie es auf „Tanz in die Nacht“ beschreiben, aber trotzdem lassen sie sich davon nicht täuschen und haben gelernt, dass sich hinter der Plastikwelt das echte Leben verbirgt. Mit echten Problemen. Echter Trauer und dem echten Schmerz. Denn auch die heißeste Party kann einen nicht wirklich trösten, wenn der geliebte Mensch einfach geht. Nicht mehr wieder kommt. Nicht mehr anrufen wird. Vielleicht niemals mehr und nichts mehr jemals wieder so werden wird, wie es am Tag vor dem „Tag Eins nach Dir“ war. Und so ist das neue Album „Irgendwann“ um vieles melancholischer und intensiver als „Achterbahn“. Es geht um Gefühle. Das Leben. Die Träume und was passiert, wenn sie sich erfüllen. Es geht darum, was sich andere wohl vorstellen, wenn sie sich vorstellen, wie man so lebt als Star, und darum, wie es in Wirklichkeit dann wirklich ist. Aber es geht eben auch um die großen Gefühle, die letzten, die echten und um das, was bleibt, selbst wenn wir alle untergehen: „Auch wenn das Schiff sinkt spielt die Big Band unseren Song auch wenn die Lichter ausgehen halten wir uns im Arm“ („Das Schiff sinkt“). Im Endeffekt geht es um die Realität und ihre Umsetzung in Musik. Mit anderen Worten, Rapsoul ist zurück. Zurück am Ursprung. Zurück in der Echtzeit. Genau da, wo Rapsoul schon immer war, mitten im Herz. |
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| Offizielle Websites: www.rapsoul.de www.myspace.com/rapsoul |
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